Archive for Juli, 2009

Thang Luu bricht Dealer die Hand

Sonntag, Juli 5th, 2009

Eine gültige Pokerweisheit besagt ja, man soll seine Hand schützen. Gemeint sind dabei aber die Holecards und bis vor wenigen Tagen hatte diese Aussage nichts mit dem Schutz menschlicher Extremitäten. Der arme Dealer, der Opfer von Thang Luu wurde, wird sich diese Regel aber aus einem anderen Grund lebenslang merken. Kurz zur Situation: Abseits der WSOP Turniere wurde auch fleißig Cashgame gespielt und auf einem dieser Tische spielte Thang Luu. Bei einem Showdown konnte der Gegner Luu’s seine offenen Karten nicht erkennen und der Dealer schob diese in die Mitte des Tisches. Luu ballte eine Faust und schlug dem Dealer mit voller Wucht auf die flache Hand und fügte so dem Casinoangestellten multiple Brüche in der Mittelhand zu. Luu lies dem Dealer und den restlichen Spielern anschließend noch wissen, dass niemand seiner Karten anfassen darf. Das war auch das letzte was Thang Luu sagen konnte, bevor er vom Sicherheitsdienst entfernt wurde und die Nacht in Gewahrsam verbrachte. Die Folgen dieser Körperverletzung sind für Luu absehbar. Neben einer ordentlichen Schmerzensgeldsumme, wird er wohl oder übel ein lebenslanges Casinoverbot erhalten, womit sich seine WSOP Zukunft erledigt haben dürfte.

Peter Zanoni legt Beschwerde bei der EU ein

Freitag, Juli 3rd, 2009

Der Gründer und Mehrheitseigentümer der Concord Card Casinos Peter Zanoni legte jetzt Beschwerde bei der EU ein. Und es ist unschwer zu erraten wen er diesmal im Auge hat. Die Casinos Austria. Grund dafür ist seines erachtens eine unzulässige Unterstützung des Staates der die Casinos Austria bevorteilen soll. Die Sachlage ist dabei leicht erklärt. Bis dato bekam man sogenannte Propaganda Jetons beim Besuch der Casinos. Dabei bekam man bis vor kurzem für das Eintrittsgeld von 21€, Jetons im Wert von 25€. Seit kurzem bekommt man allerdings dafür Jetons im Wert von 30€, die zumindest einmal gesetzt werden müssen. Und hier setzt Zanoni mit seiner Beschwerde an. Die zusätzlichen 5€ werden nicht in die Steuerabgaben der Casinos mit einbezogen. Und da 90% aller Casinobesucher diese Eintrittsjetons in Anspruch nehmen ergibt sich dadurch eine steuerliche Begünstigung von knapp 9 Millionen Euro für die Casinos Austria, was Zanoni so nicht hinehmen will.

Kleines Glücksspiel - Debatte im österreichischen Fernsehen

Mittwoch, Juli 1st, 2009

Im österreichischen Rundfunk wird gerade heftig über das kleine Glückspiel debattiert. Für all jene die in dieser Causa nicht auf dem neuesten Stand sind sein kurz gesagt, dass es in Österreich das “kleine Glücksspiel” gibt, welches auch legal ist. Dabei darf der Höchsteinsatz 50 Cent nicht überschreiten und größtenteils wird bei diesem Thema von Spielautomaten gesprochen. Im Studio sitzen gerade einige Spielsuchtgeschädigte aber auch eine Vertretung von den Automatenvertreibern. Diese geben sich natürlich seit knapp einer Stunde pro und contra ohne die Chance auf ein konstruktives Ergebnis. Wie auch? Jeder der schon mal an solch einem Automaten gespielt hat weiß, dass er ohne großes know how den Grundeinsatz auf 20€ anheben kann. Dabei wird ein “juristischer” Trick angewandt. In Millisekunden werden auf Wunsch 40 einzelne Spiele gleichzeitig gespielt und so der Maximaleinsatz ausgehebelt. Somit fühlt sich die eine Partei juristisch im Recht, was der spielsüchtigen Partei die eine kaputte Existenz vorzuweisen hat nicht viel weiterhilft.

Typischerweise sind die Damen und Herren im Studio jetzt nahtlos zum Thema Poker abgewichen und somit muss der tolle Gesellschaftssport wieder mal für alle rechtlichen Versäumnisse, die bei den Automaten gemacht wurden, herhalten.