Archive for the ‘Kottans Welt’ Category

Der Kraftsport Blog

Samstag, August 30th, 2008

Nachdem Florian Achenbach und Roland Kautz immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind und auch außerhalb vom Thema Poker, eine breite Masse ansprechen wollen, haben wir uns kurzfristig entschloßen einen Bodybuilding Blog auf die Beine zu stellen, der sich um das Thema Kraftsport, Ernährung etc. dreht

Natürlich ginge es nicht, wenn wir 2 da nicht das Basiswissen hätten. Glücklicherweise habe ich von 2003 bis 2006 jede freie Minute entweder auf der Laufstrecke oder unter schwerem Eisen verbracht und mich sehr intensiv mit dem Thema Körperkultur beschäftigt. Dummerweise habe ich damals weder Regenerationszeiten beachtet, noch sonst irgendwelche Warnsignale meines Körpers beachtet. Heute weiß ich, dass 7 Tage die Woche Training, eine Diät über 3 Jahre und verkürzte Schlafenszeiten doch nicht gesund sind. Folge war, wie der Mediziner so schön sagt ein “depressives Erschöpfungssyndrom” im Volksmund auch Burn Out Syndrom genannt, was mal das Ende meines Leistungssportler Lebens war.

Ironisch betrachtet, hätte ich vielleicht nicht meine 3 Stunden Schlafenszeit täglich, teilweise zum durchlernen für das Abitur hernehmen sollen. Gewußt habe ich es damals auch, aber wie schon beim Pokerspiel, man ist sich sicher, dass der Gegner die Nuts hat und callt dennoch. Wissen alleine genügt wohl nicht. Naja, wie auch immer, ich habe auch dazugelernt und das massive Wissen zum Thema Kraftsport-Ernährung ist mir geblieben und wird mir helfen, einen ordentlichen Blog auf die Beine zu stellen. Mittlerweile weiß ich auch einiges über die Regenartionszeiten.:)

Onlinepoker-Der Existenzkiller!

Montag, August 18th, 2008
Zitat: “Spielsucht ist kein neues Phänomen. Doch wer darunter leidet, konnte sich bisher für Casinos oder Spielbanken sperren lassen. Die immer weiter verbreiteten Online-Casinos nehmen Spielsüchtigen diese Möglichkeit. Mit verheerenden Folgen für die Betroffenen. PLANETOPIA zeigt Menschen, die durch Online-Poker alles verloren haben.”
Mit dieser Ankündigung hat es Sat1 sicher geschafft das Gros aller Pokerspieler vor den Fernseher zu zwingen. Wer sich nach dieser Ankündigung bzw. nach dem Titel des Beitrags noch eine objektive Berichterstattung erwartet hätte, kann ohne weiteres als Naiv bezeichnet werden.
Gezeigt wurde sicherheitshalber ein “ehemals” Spielsüchtiger Casino Zocker, der seine ganze Existenz in Baden und Monte Carlo beim Roulette und Black Jack verspielt hat. Angeblich geheilt, wurde er von Werbungen dazu animiert, sich Accounts bei diversen Pokerplattformen anzulegen und abermals sein ganzes Geld zu verspielen.
Nun ist es aber nun mal so, dass Privatsender Quote benötigen um Cash zu verdienen. Und was gibt es besseres, als ein Opfer, des ach so schlimmen Pokerbooms zu zeigen. Dass der Mann seit Jahrzehnten an “Spielsucht” leidet und schon lange vor dem Launch des ersten Onlinerooms, seine Existenz gekillt hat, blieb der Bericht genauso schuldig, wie ein Hinweis darauf, dass er vielleicht keine Ahnung vom Pokerspiel ansich hat. Wer sich mit einer fetten Kreditkarte, aber ohne “Bankrollmanagement” oder “Pot Odds” Wissen mit starken Onlinespielern einlässt, kann nur verlieren.
Dass Planetopia mit keinem einzigen Wort auf grundlegendes “Poker know how” eingegangen ist, lässt vermuten, dass es in der Redaktion ebenfalls unbekannt ist und so war es ein leichtes, wieder einmal dem Onlinepoker, den schwarzen Peter unter zu jubeln.
Dass noch dazu schlecht recherchiert wurde, zeigt der Umstand, dass besonders darauf hingewiesen wurde, dass man sich ohne Ausweiskontrolle bei einem Onlineroom anmelden kann und es somit keine Alterskontrolle gibt. Dass gerade vor der ersten Auszahlung recht gerne ein Identitätscheck gemacht wird, wurde nicht einmal am Rande erwähnt.
Somit kann man diesen sinnfreien Beitrag, als Quotenbringer ohne Information getrost vergessen und nur darauf warten, bis Sat1 auf die Idee kommt, eine Schuldnerhilfe Sendung on air zu bringen, im Sinne von “Peter Zwegat hilft Online Fisch”

3 Hände sind nicht genug

Sonntag, August 10th, 2008

Pünktlich um 13 Uhr trafen Franz Tretter, mein Pokervereinskollege Mammut und ich bei der Sunset Bar in Klagenfurt ein. Schon während der Fahrt war zu erkennen, dass der Wettergott möglicherweise ein Kärntner ist. In Linz noch bei trüben Wetter weggefahren, wurde die Temperatur immer sommerlicher. Am Eingang angekommen wurden wir sofort von hübschen Damen in Empfang genommen und mit Sekt begrüßt. Da wir den sehnsüchtig gesuchten Mc Donald’s auf der Strecke nach Kärnten wohl übersehen hatten, brummte uns allen der Magen. Aber das tolle Buffet lies nicht lange auf sich warten und so konnten wir noch vor Turnierstart ordentlich mampfen. 30 Grad, ein toller See, ein voller Bauch, das letzte was ich nun im Kopf hatte war Poker! Noch sehnsüchtig von einer Badehose träumend, wurden wir aber schon von Alexander Rummel begrüßt und an die Tische gebeten.

Dummerweise wollten die ersten 2 Stunden meine Karten nicht so kommen, wie ich es mir erwünscht hatte. Nach diesen 2 Stunden hatte ich gerade noch die Hälfte meines Stacks, also ca. 2500Chips und vielleicht gerade mal 3 Hände versucht zu spielen. Florian Achenbach, der schon unglücklich ausgeschieden war hatte hinter mir Platz genommen und verfolgte ebenfalls das Spiel auf meinem Tisch. Nun, die steigenden Blinds und mein reduzierter Stack zwangen mich dazu einen Blindsteal “under the Gun+1″ zu starten. Zwar ist A4o nicht unbedingt die Hand mit der ich einen Call hören wollte, aber die meisten am Tisch dürften mich dann doch auf eine Premiumhand in dieser Position gesetzt haben. Bis auf den Chipleader der am BB saß. Der bezahlte meine Push bereits aus der Portokasse und zeigte KQ. Das Board war auf meiner Seite und zeigte Two Pair und keine Hilfe für den Gegner. Somit konnte ich verdoppeln und das All-In Bunny wieder wegschicken.

Mit dem guten Gefühl, endlich mal einen Pot gewonnen zu haben, blickte ich mir meine Hole Cards an und sah AA “under the gun” Nun, wie jetzt weiterspielen. Ein Limp kann mir Kopf und Kragen kosten wenn niemand erhöht und mit einem weiteren Raise kann ich etliche Limper nicht ausnehmen. Ich entschied mich für einen Minimum Raise von 400 auf 800, was aber dennoch abermals den Chipleader am SB nicht daran hinderte wieder aufzuzahlen. Netterweise ging der Herr neben mir All-in und stellte mir 5000 Chips hinin. Diesen Move wollte ich sehen und machte einen Instant Call, worauf der Chipleader sofort die Karten weglegte. Der Mann zeigte TT und bekam keine Unterstützung. Somit hatte ich knapp 10.000 Chips und wollte ordentlich weiterspielen am BB. Ein Blick in die Karten, KK am Big Blind. Der ganz Tisch foldet nur mein letztes Opfer der gerade mit TT verloren hatte geht mit 2000 Chips All-In und ich bleibe der einzige Caller. Er zeigt 44 und verliert abermals. Leider endet hier die schöne Geschichte, denn im weiteren Spielverlauf bekam ich die nächsten 2 Stunden wieder keine Hand und wurde minimiert. Dann flog mir am Big Blind JJ in die Hände aber der Small Blind erhöhte auf 3000. Da keine Action am Tisch war zähle ich schnell seine verbleibenden Chips und stellte ihn mit 9000 All-In. Er bezahlte sofort und zeigt QQ und gewann damit. Somit war ich wieder Shorty mit 4000 Chips und wurde dann auch noch an Erichs Tisch gesetzt. Bei Blinds 700/1400 hatte ich nicht mehr viel Spielraum und versuchte noch einen Steal zu spielen, der aber nicht mehr gelang. So war auch ich als letzter verbleibender PokerFieber Spieler auf Rang 13 ausgeschieden.

In Erinnerung wird mir aber das Ambiente von dort im Kopf bleiben. Einen besseren Platz für ein Open Air Turnier wird man wohl kaum finden können. Mein herzlicher Dank gilt Alexander Rummel und seinem Team und natürlich den wunderschönen “All-In Bunnies”