Die Pokertour 2010 ist schon wieder am Laufen und die erste Station war heuer das Concord Card Casino in Wien-Simmering. 97 Spieler kämpften um den Titel “Wiener Landesmeister” und Dan Valicek gelang dieses Kunststück. Er konnte sich schlußendlich durchsetzen und David Roithner und Michael Prosch auf die Plätze verweisen. Für seinen Sieg kassierte er ein Preisgeld in der Höhe von €5.040.- und natürlich die Teilnahme an der Staatsmeisterschaft. Die nächste Station der Pokertour 2010 wird in Linz sein, wo wie im letzten Jahr, knapp 200 Spieler in der Plus City erwartet werden.
Seit dem Überfall auf die EPT Berlin dürfte es sich herum gesprochen haben, dass Casinos oder Pokerevents mehr Beute versprechen als gewöhnliche Banküberfälle. Dachte man in Berlin noch an einen Einzelfall, so dürfte sich jetzt ein Trend abzeichnen. Der Überfall auf das Casino Basel vor einigen Tagen ist aber mit Berlin nicht vergleichbar. Konnte man die EPT Räuber noch als Anfänger bzw. Dilletanten bezeichnen, so sieht es in Basel gegenteilig aus. Die Polizei hat bis dato keine brauchbaren Hinweise auf die Täter, die im Casino wild um sich schossen und einige 100.000 Schweizer Franken erbeuteten.
Vom 6.-11. April 2010 wird das Schloß Kleßheim bei Salzburg wieder zum Treffpunkt nationaler und internationaler Pokerprominenz. Jedes Jahr wenn die Casinos Austria zur CAPT einladen, finden sich über 400 Pokerspieler im barocken Schloß ein um sich gegenseitig einen enormen Preispool streitig zu machen. Höhepunkt der CAPT Salzburg ist wie jedes Jahr das €2.000.- Main Event, welches heuer am 10. April startet. Insgesamt erwarten die Veranstalter ein Gesamtpreisgeld in der Höhe von €500.000.-
Vor knapp 2 Wochen haben wir bereits die guten Neuigkeiten vermeldet, dass die Casinos Austria in Österreich ihre Alleinherrschaft verlieren könnten, da der EU Generalanwalt große Bedenken an dem Monopol geäußert hat. Dass dies noch keine Garantie war, mit dem haben wir ja gerechnet, dass aber die österreichischen Politiker daraus eine neverending story machen, war nicht vorherzusehen. Ganz egal mit wem man redet, die endgültige Entscheidung wird ewig nach hinten geschoben, wie auch diese Woche. Nach letzten Angaben soll das Thema überhaupt erst nach Ostern weiter behandelt werden, von einer endgültigen Beschlussfassung wollen wir noch gar nicht reden. Das größte Problem dabei ist, dass der Terminus “nach Ostern” ein sehr dehnbarer Begriff ist, der sich auch über weitere Monate ziehen kann.
Wieder wurde ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die litauische Regierung hat jetzt den dortigen Pokerverband als sportlichen Verband anerkannt und so dem Gesellschaftsspiel einen Ruck in die Dekriminalisierung gegeben. Zwar dürfen nur nichtkommerzielle Turnier abgehalten werden aber immerhin braucht sich kein Litauer als Verbrecher fühlen, wenn er an einem Pokerturnier teilnimmt. Die Glückwünsche an Andrius Tapinas, dem Präsidenten der Lithuanian Sport Poker Federation nehmen zur Zeit kein Ende, denn in der ganzen Pokerwelt wird diese Entscheidung bejubelt. Wollen wir hoffen, dass auch andere Staaten endlich zur Einsicht kommen und dem Pokersport die Bürde der Illegalität nehmen.
Nachdem die EPT Berlin vor knapp 2 Wochen von 4 Gangstern auf unprofessionelle Weise überfallen wurde und die Polizei eine ganze Woche im Dunkeln tappte, konnten jetzt die ersten Fahndungserfolge verzeichnet werden. Nicht zuletzt weil einer der Räuber dem Fahndungsdruck nicht mehr standhielt, sich freiwillig stellte und die Namen der restlichen 3 Täter mitteilte. Darauf hin konnte die Polizei sofort einen zweiten Mittäter festnehmen. Flüchtig sind jetzt nur mehr Jihad Chetwie und Mustafa Urcarkus, wobei zweiterer sehr gefährlich sein soll. Eine fünfte Person, Muhammed B. wurde ebenfalls zum Überfall befragt, musste aber wieder freigelassen werden. Nichts desto trotz behält ihn aber die Polizei im Visier, denn bei dieser Person wurden Notizen mit allen Namen des Täterquartetts gefunden.
Die IPEX Pokermesse in Köln wurde abgesagt. Laut Statement der Veranstalter scheiterte heuer die Veranstaltung an den lokalen Behörden, welche die Messe so wie geplant nicht genehmigen wollten. Auf der anderen Seite hätte es laut Aussagen der Betreiber keinen Sinn gemacht, die International Poker Exhibition eingeschränkt oder nach den Vorgaben der Behörden durchzuführen. Somit fällt heuer eine der beliebtesten und bestbesuchtesten Messen aufgrund von rechtlichen Bedenken aus. Wollen wir hoffen, dass sich alsbald der eigenartige Graustatus von Poker in Deutschland ändert und warten gespannt auf eine tolle IPEX 2011.
Nur kurz durfte sich die Polizei über einen Fahndungserfolg nach der TV Sendung Aktenzeichen XY ungelöst freuen. Der vermeindliche Täter, dem der Überfall auf die EPT Berlin vorgeworfen wurde, musste nach einigen Stunden wieder entlassen werden. Zum ersten hatte er für die Tatzeit ein Alibi und weiters dürfte in diesem Fall einen Verwechslung vorgelegen sein. Somit tappt die Polizei noch immer im Dunkeln was den Täterkreis anbelangt. Zwar wird noch immer in jeder Tageszeitung über die Unprofessionalität des Gaunerquartetts berichtet, was aber der Polizei bis heute noch nicht geholfen haben dürfte. Da hilft es auch nichts, wenn Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft Berlin die Täter als Anfänger und Dilettanten hinstellt, wenn sie einfach nicht gefasst werden.
Zwar haben bisher die Ermittlungen nicht den gewünschten Fahndungserfolg gebracht, dennoch ist sich die Polizei sicher wie nie zuvor die Täter fassen zu können. Laut Aussagen der Polizei war der Überfall zwar gut geplant allerdings sehr stümperhaft ausgeführt. Nicht zuletzt dadürch begründet, dass die Täter keine Handschuhe trugen und die Sturmmasken außerhalb des Hotels abnahmen. Deswegen hat die Polizei auch tadellose Bilder von zumindest einer Person des Täterquartetts. Auch die Beute fiel nicht so hoch aus wie anfangs erwartet. Von den vermuteten 800.000€ wurden nur 242.000€ erbeutet, nicht zuletzt durch den Einsatz des Hotelpagen Freddy, der einem dem Täter knapp 550.000€ entreißen konnte.
Unglaubliche Szenen spielten sich am Tag 4 bei der EPT in Berlin ab. 4 bewaffnete Gangster stürmten das Hyatt Hotel und sorgten bei Spielern und Hotelgästen für Angst und Schrecken. Das Gaunerquartett stürmte mit Handgranaten, Macheten und Maschinenpistolen den Turnierschalter und erbeutete nach letzten Angaben bis zu €800.000.- Einige Sicherheitsbedienstete wurden bei dem Gerangel und dem Versuch die Räuber zu stellen verletzt, schwere Verletzungen blieben aber zum Glück aus. Die Fahndung nach den Tätern läuft zum jetzigen Zeitpunkt noch, wenn auch konkrete Hinweise oder Spuren bis dato fehlen. Das gerade im Gange gewesene Pokerturnier wurde nach einer Unterbrechung wieder fortgesetzt und so gut wie möglich über die Bühne gebracht. Fest steht aber bereits jetzt, dass dies der schwärzeste Tag in der Geschichte der EPT Turnierserie gewesen ist.