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Die Pokersaison startet im Herbst

Montag, September 15th, 2008

Während ich letzte Woche noch gemütlich auf der Terrasse beim arbeiten saß und auch noch am See beim Baden war, hat uns jetzt, zumindest hier in Bayern schon fast der Winter eingeholt. Ohne Winterjacke wäre ich am Wochenende fast erfroren, zumindest wenn man sich im freien bewegt. Online Pokern kann man aber zum Glück auch drinnen und da ist das Wetter mal eher egal. Im Gegenteil: Es lässt sich viel leichter vorm PC sitzen wenn es draußen kalt ist als im Sommer (draußen lässt sich nur gescheid Live pokern wie bei der PokerFieber Beach Challenge bewiesen). Von daher wage ich einfach zu behaupten, dass eigentlich jetzt erst die Pokersaison startet, die WSOP oder andere Großevents interessieren die Mehrheit der Spieler doch auch gar nicht…
Beim Online zocken kann es also wieder richtig rund gehen und das Sommerloch sollte nun überwunden sein. Vor einigen Wochen und vor allem zur Fußball EM klagten noch die meisten Spieler über fehlende Motivation und spielten so gut wie gar nicht. Die Zeiten sollten jetzt aber vorbei sein und darum kanns wieder rund gehen in der Online-Pokerwelt.
In diesem Sinne schonmal schöne Pokerweihnachten ;)

Kurzes Vergnügen bei der Beach Challenge

Sonntag, August 10th, 2008

Wenn man schon ein einmaliges Event wie dieses auf die Beine stellt, darf man natürlich nicht fehlen. Auch wenn ich von Übersee (nicht zu verwechseln mit den Landteilen überm großen Teich) aus eine sehr lange Anreise hatte und gezwungenermaßen am selben Tag wieder zurück fahren durfte… Obwohl am Freitag Abend noch eine etwas intensive Geburtstagsparty angestanden ist, habe ich mich pünktlich um 10 an den Start gemacht. Laut Navi sollte ich um 12 Uhr, also mehr als pünktlich da sein. In Salzburg dann Monsunartiger Regen mit Stau (ohne ersichtlichen Grund) und ich fahre zu ner Beach Challenge!?! Hilft alles nichts, da muss man durch. Und bevor ich vorm Tauerntunnel abfahren konnte, war auch schon endlose Blockabfertigung mit etwa eineinhalb Stunden Verzögerung in Sicht. Hätte ich mir doch eine Begleitung mitgenommen, dann wärs nicht ganz so langweilig gewesen.
Pünktlich um 14:30 Uhr bin ich dann an der Sunset Bar eingetroffen. Die geile Location und die strahlende Sonne am Wörthersee machten die Strapazen vergessen. Nach einer kurzen Begrüßung der “Allin Hasen”, Szene1 Kollegen Franz Tretter, Pokerprofi Erich Kollmann und Organisator Alexander Rummel, hieß es dann auch “Shuffle up and deal”. Wie es der Zufall so will wurde ich ausgerechnet neben Franz gelost, was sind hierfür die Odds? Mit Position auf den Fisch ( ;) ) ging ich motiviert ins Rennen und musste mich erstmal von der stressigen Ankunft erholen. Es dauerte aber nicht lange bis sich so manche Spieler die Chips um die Ohren geworfen haben. Ein Herr mittleren Alters setzt seinen Gegner mit QT bei einem Board von QJKK allin, obwohl dieser schon committed war. AQ callt an dieser Stelle und gewinnt am Ende mit besserem Kicker. Mehr als “WTF?!?” habe ich mir nicht gedacht…
Etwas später bekomme ich 32 in Herz in Late Position und limpe wie manch andere. Am Turn halte ich einen Open Ender, einen Flushdraw und Bottom Pair. Mein Semibluff scheitert und die Blank am River hilft auch nichts.
Der Schicksalsschlag ließ auch nicht lange auf sich warten. Der “etwas” loose Herr mittleren Alters von eben raised in middle Position, ich habe Position und calle nur mit AQo - ein klassischer Rope a Dope Zug. Mit dem Ass im Flop calle ich nur die Continuation Bet - wieder Rope a Dope. An dieser Stelle sehe ich keine Chance von dieser Hand zu kommen bei so einem Maniac. Am Turn kommt die Dame, er checkt und mit Top Two Pair gibt es keinen Grund zu checken, zumal am Turn ein drittes Herz aufgetaucht ist. Ich bette pot sized, er geht allin. Gegen 95 % der Spieler ein klarer Fold, aber gegen einen Ultra Maniac, der von einem Eight High Flushdraw, über einen Gutshot und Ax sogut wie alles haben kann? Es ist nicht mein Stil zu versuchen in Turnieren zu überleben. Ein Double Up zu Beginn ist ideal um dann den Bully raushängen zu lassen und mein normales Spiel zu spielen. Ich fühle mich mehr als unwohl, calle, laufe in J9 in Herz und treffe auch nicht meine 4 Outs am River.
Damit war ich raus - als erster. Peinlich, aber wahr. Und gegen diesen Maniac würde ich mein Leben lang callen…
Halb so wild, bei der geilen Location, dem guten Buffet und den netten Cocktails (die ich eigentlich noch gar nicht brauchte…). Also war erstmal chillen angesagt und nachdem meine Kollegen der Reihe nach gefallen sind, hatten wir endlich Zeit etwas zu plaudern.
An dieser Stelle einen riesen Dank an:
Alexander Rummel für die perfekte Organisation. Er hat mir aber noch nicht verraten woher er plötzlich diese netten “Allin Hasen” aufgetrieben hat!!!
Franz Tretter. Dass er die weite Reise auf sich genommen hat und auch noch zwei PokerFieber Kollegen mitgenommen hat.
Der Sunset Bar, einer wirklich genialen Location, die sogar an meinem schönen Chiemsee seines gleichen sucht.
Erich Kollmann, der mit seiner Freundin angereist ist und so manche Teilnehmer überrascht hat.
Die Dealer, die wirklich einen guten Job gemacht haben, obwohl sie mir nur etwa 7 Hände ausgeteilt haben.
Und natürlich allen Teilnehmern, die teilweise einen weiten Weg auf sich genommen haben.
Bei der Rückfahrt war wieder Stau angesagt und ich hoffe mal, dass die nächste Station der Beach Challenge der Chiemsee sein wird, da kann ich dann auch zu Fuß kommen - garantiert ohne Stau ;)