Pünktlich um 13 Uhr trafen Franz Tretter, mein Pokervereinskollege Mammut und ich bei der Sunset Bar in Klagenfurt ein. Schon während der Fahrt war zu erkennen, dass der Wettergott möglicherweise ein Kärntner ist. In Linz noch bei trüben Wetter weggefahren, wurde die Temperatur immer sommerlicher. Am Eingang angekommen wurden wir sofort von hübschen Damen in Empfang genommen und mit Sekt begrüßt. Da wir den sehnsüchtig gesuchten Mc Donald’s auf der Strecke nach Kärnten wohl übersehen hatten, brummte uns allen der Magen. Aber das tolle Buffet lies nicht lange auf sich warten und so konnten wir noch vor Turnierstart ordentlich mampfen. 30 Grad, ein toller See, ein voller Bauch, das letzte was ich nun im Kopf hatte war Poker! Noch sehnsüchtig von einer Badehose träumend, wurden wir aber schon von Alexander Rummel begrüßt und an die Tische gebeten.
Dummerweise wollten die ersten 2 Stunden meine Karten nicht so kommen, wie ich es mir erwünscht hatte. Nach diesen 2 Stunden hatte ich gerade noch die Hälfte meines Stacks, also ca. 2500Chips und vielleicht gerade mal 3 Hände versucht zu spielen. Florian Achenbach, der schon unglücklich ausgeschieden war hatte hinter mir Platz genommen und verfolgte ebenfalls das Spiel auf meinem Tisch. Nun, die steigenden Blinds und mein reduzierter Stack zwangen mich dazu einen Blindsteal “under the Gun+1″ zu starten. Zwar ist A4o nicht unbedingt die Hand mit der ich einen Call hören wollte, aber die meisten am Tisch dürften mich dann doch auf eine Premiumhand in dieser Position gesetzt haben. Bis auf den Chipleader der am BB saß. Der bezahlte meine Push bereits aus der Portokasse und zeigte KQ. Das Board war auf meiner Seite und zeigte Two Pair und keine Hilfe für den Gegner. Somit konnte ich verdoppeln und das All-In Bunny wieder wegschicken.
Mit dem guten Gefühl, endlich mal einen Pot gewonnen zu haben, blickte ich mir meine Hole Cards an und sah AA “under the gun” Nun, wie jetzt weiterspielen. Ein Limp kann mir Kopf und Kragen kosten wenn niemand erhöht und mit einem weiteren Raise kann ich etliche Limper nicht ausnehmen. Ich entschied mich für einen Minimum Raise von 400 auf 800, was aber dennoch abermals den Chipleader am SB nicht daran hinderte wieder aufzuzahlen. Netterweise ging der Herr neben mir All-in und stellte mir 5000 Chips hinin. Diesen Move wollte ich sehen und machte einen Instant Call, worauf der Chipleader sofort die Karten weglegte. Der Mann zeigte TT und bekam keine Unterstützung. Somit hatte ich knapp 10.000 Chips und wollte ordentlich weiterspielen am BB. Ein Blick in die Karten, KK am Big Blind. Der ganz Tisch foldet nur mein letztes Opfer der gerade mit TT verloren hatte geht mit 2000 Chips All-In und ich bleibe der einzige Caller. Er zeigt 44 und verliert abermals. Leider endet hier die schöne Geschichte, denn im weiteren Spielverlauf bekam ich die nächsten 2 Stunden wieder keine Hand und wurde minimiert. Dann flog mir am Big Blind JJ in die Hände aber der Small Blind erhöhte auf 3000. Da keine Action am Tisch war zähle ich schnell seine verbleibenden Chips und stellte ihn mit 9000 All-In. Er bezahlte sofort und zeigt QQ und gewann damit. Somit war ich wieder Shorty mit 4000 Chips und wurde dann auch noch an Erichs Tisch gesetzt. Bei Blinds 700/1400 hatte ich nicht mehr viel Spielraum und versuchte noch einen Steal zu spielen, der aber nicht mehr gelang. So war auch ich als letzter verbleibender PokerFieber Spieler auf Rang 13 ausgeschieden.
In Erinnerung wird mir aber das Ambiente von dort im Kopf bleiben. Einen besseren Platz für ein Open Air Turnier wird man wohl kaum finden können. Mein herzlicher Dank gilt Alexander Rummel und seinem Team und natürlich den wunderschönen “All-In Bunnies”