Posts Tagged ‘Glückspielgesetz’
Dienstag, April 13th, 2010
Die seit Monaten und Jahren heftig diskutierte Novelle des Glückspielgesetzes hat gestern den Ministerialrat passiert und wird so publiziert wie sie vorgelegt wurde. Abgesehen von den neuen Regulativen die das Automatenspiel begrenzen bzw. überwachen werden ist aber nicht viel geschehen. Gerade im Pokerberreich ist ausser Lizenzierungskauderwelsch nichts geregelt worden. Und das betrifft natürlich nur Card Casino Besitzer, die jetzt ausser Papierkram auch noch heftige Steuern erwarten. Für den Spieler selbst, egal ob live oder im Internet, wurde rein gar nichts geregelt.
Tags: Glückspielgesetz, Novelle
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Freitag, März 26th, 2010
Vor knapp 2 Wochen haben wir bereits die guten Neuigkeiten vermeldet, dass die Casinos Austria in Österreich ihre Alleinherrschaft verlieren könnten, da der EU Generalanwalt große Bedenken an dem Monopol geäußert hat. Dass dies noch keine Garantie war, mit dem haben wir ja gerechnet, dass aber die österreichischen Politiker daraus eine neverending story machen, war nicht vorherzusehen. Ganz egal mit wem man redet, die endgültige Entscheidung wird ewig nach hinten geschoben, wie auch diese Woche. Nach letzten Angaben soll das Thema überhaupt erst nach Ostern weiter behandelt werden, von einer endgültigen Beschlussfassung wollen wir noch gar nicht reden. Das größte Problem dabei ist, dass der Terminus “nach Ostern” ein sehr dehnbarer Begriff ist, der sich auch über weitere Monate ziehen kann.
Tags: Casinos Austria, Glückspielgesetz, Glückspielnovelle, Monopol, österreich
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Donnerstag, November 20th, 2008
Im Artikel Glückspielvertrag auch in Österreich haben wir schon auf das eventuell kommende Dilemma für alle Pokerspieler hingewiesen und die möglichen Konsequenzen für private Anbieter angesprochen. Die erste Reaktion kam vom Mehrheitseigentümer der Concord Card Casinos in Österreich Peter Zanoni. Gerade weil im heurigen Jahr etliche private Card Casinos neu eröffnet wurden wäre ein solcher Gesetzesentwurf das Ende für 450 Arbeitsplätze, die alleine in den Concord Card Casinos auf dem Spiel stehen. Aber nicht nur die Concord Casinos müssten zusperren, sondern auch eine ganze Reihe andere private Cardrooms, wie z.B. das Montesino im Wiener Gasometer um eines zu nennen. Glücklicherweise hat Zanoni schon einiges an Erfahrung gesammelt, wenn es darum geht sich mit juristischen Kauderwelsch herumzuschlagen und den Unwissenden zu erklären, dass Poker nun mal kein Glückspiel ist. Unterstützt und bestätigt wird Peter Zanoni von einem Juristen Duo, das den Gesetzesentwurf als verfassungswidrig einstufte. Und deswegen hat der Big Boss der österreichischen Pokerszene keine Scheu, seine Ansprüche sowohl beim Verwaltungsgerichtshof, als auch beim Europäischen Gerichtshof für Menchenrechte einzuklagen. Und wer Peter Zanoni kennt, der wird wissen, dass dies nicht nur leere Drohungen sind, sondern dass er ab sofort das Pokerface aufgesetzt hat und den Inititator des Glückspielgesetzes Wilhelm Molterer zum Heads Up fordert. Wollen wir hoffen, dass er eine ordentliche Fold Equity gegen Molterer hat.
Tags: Arbeitsplätze, ccc, Concord Card Casino, EuGh, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Fold Equity, Gasometer, Gesetzesentwurf, Gesetzesinitiative, Glückspielgesetz, glückspielvertrag, Juristen, Montesino, Peter Zanoni, Verfassungswidrig, Verwaltungsgerichtshof, VwGh, Wilhelm Molterer
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Donnerstag, Oktober 30th, 2008
Eine Ausnahmeregelung im Österreichischen Glückspielgesetz macht es Spielsüchtigen, die im Casino ihr letztes Hemd verspielen, fast unmöglich ihren Verlust einzuklagen. Zwar sind Casinos in Österreich verpflichtet, bei Personen die auffällig oft oder viel verlieren einen Bonitätsprüfung bzw. eine Sperre durchzuführen, aber wird dieses versäumt, dann hat der Spieler nur 6 Monate Zeit seinen Verlust vor Gericht geltend zu machen. Und gerade diese Frist liegt im Widerspruch mit der ansonsten in Österreich geltenden Frist von 3 Jahren, in der man Schadenersatzansprüche geltend machen kann. Deswegen fordert jetzt das Oberlandesgericht Innsbruck die Aufhebung des Glückspielparagraphen. Anstoss war der Fall eines Spielers, der im Jahr 2004 in etwa €310.000.- im Casino verspielte obwohl das Problem mit dem Glückspiel bei ihm auf der Hand gelegen sei und das Casino Austria wissentlich nichts unternahm. Deswegen wird nun, aufgrund der Privilegierung von Monopolbetrieben, die Abschaffung des Glückspielparagraphen gefordert.
Tags: Bonitätsprüfung, Casinos Austria, Glückspielgesetz, Glückspielmonopol, Glückspielparagraph, Monopol, Oberlandesgericht Innsbruck, Schadenersatz, Spielsucht
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Mittwoch, Oktober 29th, 2008
Gute Neuigkeiten für alle deutschen Pokerturnier Veranstalter. Das Verwaltungsgericht Berlin hat den Sachpreisturnier Veranstaltern vorerst wieder grünes Licht gegeben. Zwar steht die endültige Entscheidung noch aus, aber bis diese getroffen wird, darf man wieder straffrei Sachpreisturniere anbieten. Das Gericht hat entschieden, dass bei einem maximalen Buy In von €15.-, dieser Betrag als Eintritt und nicht als Glückspieleinsatz im Sinne des Glückspielgesetzes zu sehen ist. Somit kann der Veranstalter Pokerwelle Berlin wieder seine Turniere veranstalten, was ihnen ja im Juni durch das Ordnungsamt untersagt wurde. Für die Pokerwelt insgesamt ist dieses Urteil aber viel mehr wert, als es vielleicht auf den ersten Blick den Anschein hat. Endlich kommen aus dem Poker Sektor wieder mal gute Neuigkeiten anstatt Skandalmeldungen.
Tags: Berlin, Glückspielgesetz, Ordnungsamt, Pokerwelle, Sachpreisturnier, Verwaltungsgericht
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Sonntag, Oktober 5th, 2008
Der holländische Professor van Genugten will jetzt vor dem niederländischen Höchstgericht durchsetzen, dass Poker endgültig als Geschicklichkeitsspiel eingestuft wird. Als Grundlage seiner Forderung will der Professor eine, mit dem Mathematiker Peter Born entwickelte, Pokerformel vorlegen, die den Geschicklichkeitsfaktor im Pokerspiel belegen kann. Der sich daraus ergebende Wert, welcher zwischen 0 und 1 liegt, gibt dann den eigentlichen Skillfaktor an. Berechnet wird dabei lediglich die Differenz eines Expertenspielers der gegen einen absoluten Anfänger spielt.
Je näher dabei der Wert gegen 1 rückt, desto weniger ist der Glücksfaktor ausschlaggebend. Laut van Genugten liegt der Skillfaktor beim Pokerspiel bei ca. 0,4, was nicht weit vom Schachspiel entfernt liegt. Und Schach ist ja bekannterweise als Geschicklichkeitsspiel definiert. Zum Vergleich kann man hier den Wert des Black Jack Spiels nennen, bei dem sich der Skillfaktor nur im Bereich von 0,049 befindet. Beim Roulette ist der Skillfaktor gleich Null. Da van Genugten bei Glückspielgesetzgebung schon wesentlich beigetragen hat, stehen seine Chancen gar nicht schlecht, dass die Formel anerkannt wird. Entscheiden müssen dies aber die Gerichte.
Tags: geschicklichkeitsspiel, Glückspiel, Glückspielgesetz, Holland, Pokerformel, roulette, Schach, Skillfaktor, van genugten
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