Posts Tagged ‘Pokerspieler’

Barack Obama und Poker

Mittwoch, November 5th, 2008

Heute Nacht ist die große Entscheidung gefallen. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama konnte die Wählerschaft überzeugen und einen triumphalen Sieg einfahren. Somit haben die United States ihren ersten Afro-Amerikanischen Präsidenten und die amerikanischen Pokerspieler eine gute Chance, dass Poker wieder ein Breitensport wird. Auf Anfrage der Press Association ob er versteckte Talente hätte antwortete der frisch gebackene US-Präsident: “Ich denke ich bin ein ziemlich guter Pokerspieler.” Das ist ja mal eine Ansage und ein gutes Pokerface können wir bei ihm nicht verneinen. Das ehemalige US- Präsidenten gerne zockten ist ja kein Geheimnis und Truman, Johnson und Nixon verbrachten so einige Stunden am grünen Filz. Bleibt nur zu hoffen, dass der neue US-Präsident nicht nur selbst gerne zockt, sondern auch politisch einen Richtungswandel einleiten möchte.

Börsenschwankungen

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Nicht wenige Pokerspieler sind auch an der Börse aktiv - zumindest wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe. Ist ja eigentlich nicht verwunderlich, immerhin erwarted man dort, genauso wie am Tisch, daß es longterm gewinnbringend ist, auch wenn man kurzfristig vielleicht Geld verliert.

Die Spielernatur in uns würde wohl darauf schließen lassen, das Pokerspieler gleich Derivatzocker ist, jedenfalls Spekulant und nicht Anleger. Doch auch hier kommt es so wie bei den bevorzugtem Spielstil wohl darauf an, wie die jeweilige Person veranlagt ist. Überspitzt könnte man sagen, der weak-tighte Spieler = Anleihenmensch, der Maniac macht Schulden für sein turbo short Zertifikat usw, aber das kommt dann doch schon einem Vorurteil gleich.

Ich persönlich glaube jedenfalls, daß man die gleichen Eigenschaften zum Anlegen wie zum Pokern braucht, insbesondere eine Tilt-Resistenz schadet sicher nicht - denn eines ist Gewiß: Der beste Zeitpunkt zum verkaufen/kaufen ist bevor es die anderen getan haben, wer den Kursen nachläuft verliert immer. Freitag wär als quasi der worst case zum Verkaufen gewesen, aber das haben wohl die vielen Verkäufer da anders gesehen.

Auch die herangehensweise ist die selbe - Genau wie man beim Poker die Regeln in 5 Minuten lernen kann, kann man auch nach 5 Minuten gelernt haben, Aktien zu handeln. Aber auch genauso reicht das eben nicht um automatisch +EV zu veranlagen, mancher kauft durch Glück ein gutes Papier aufs Geratewohl (der Typ trifft ja auch im Spiel seinen Gutshot gegen uns oder), ein anderer eben nicht. Dejenige der weiß was ein KGV ist, und warum sein Kauf bei einem unter KGV unter 10 ist gegen den der eifach so kauft longterm aber meist im Vorteil…

Jetzt habe ich über die Schwankungen eigentlich nichts geschrieben, aber da das Börsenparkett für mich viel zu Zeitaufwendig wäre halte ich es mit einem Rat von Andre Kostelany (sozusagen der David Sklansky der Spekulanten, leider 1999 von uns gegangen): Kaufen sie sich ein paar Blue-Chips und Schlaftabletten und lassen sie sie einfach 10-15 Jahre liegen. (aus: Die Kunst über Geld nachzudenken). Wenn ich mich selbst so lese frage ich mich ob ich ein “Rock” bin was Anlegen betrifft (also eigentlich Value verschenke…)