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Glücksspielvertrag auch in Österreich

Samstag, November 15th, 2008

Der in Deutschland schon länger geltende Glücksspielvertrag, der das Live Spiel außerhalb von staatlichen Casinos fast unmöglich macht, wird jetzt bei den österreichischen Koalitionsverhandlungen ebenfalls angesprochen. Dabei hat Wilhelm Molterer, laut Meldung der Tageszeitung “Der Standard” einen Glückspiel Gesetzesentwurf eingebracht, der sich am deutschen Vorbild orientiert. Bis jetzt war ja Österreich das Poker Eldorado, was nicht wenige deutsche Poker Flüchtlinge dazu animierte, ihre Wochenenden an österreichischen Pokertischen zu verbringen. Natürlich soll das Ganze unter dem Deckmantel der Spielsuchtprävention stattfinden und sogar dem Online Spiel soll der Riegel vorgeschoben werden. Astronomisch hohe Bankgarantien würden es somit jedem privaten Anbieter unmöglich machen seinen Betrieb fortzuführen. Dass die Spielsuchtprävention nur ein taktisches Manöver sein kann sieht man ja am Umstand, dass der Monopolist Casinos Austria ja keine Mühen und Kosten scheut in so ziemlich allen Medien Werbungen zu schalten und Kunden zu generieren.

Und das legt natürlich den Verdacht nahe, dass es sich bei dem Vertrag nur um eine neue Steuern-Einnahmequelle Option handelt, der wenn er schlagend werden sollte, die Pokerspieler wieder ins dunkle Hinterzimmer treiben wird. Genau in diese Ecke, aus der wir seit Jahren teilweise erfolgreich versuchen herauszukommen um dem Pokerspiel das Wild West Image zu nehmen. Da aber der Gesetzesentwurf im Rahmen der Koalitionsverhandlungen eingebracht wurde, muss man als Österreicher noch nicht verzweifeln, denn möglicherweise handelt es sich dabei nur um einen internen politischen Schachzug im Rahmen der Regierungsbildung.

Poker Royale doch nicht so liquide?

Montag, November 10th, 2008

Am 1. September hatten wir in unserem Blog einen Artikel gepostet unter dem Titel Poker Royale insolvent? Dabei hatten wir uns auf einen Artikel in der österreichischen Tageszeitung Kurier berufen, die in ihrer Online und Papierausgabe einen entsprechenden Text publizierte. Das Card Casino soll Schulden haben, vor der Insolvenz stehen usw. Natürlich ging so eine Meldung wie ein Lauffeuer durch alle Pokermedien, egal ob Poker Blog oder Poker News Pages. Was darauf folgte, war eine Gegendarstellung auf der Homepage des Card Casinos, dass die Meldung im Kurier eine Zeitungsente gewesen sei und man rechtliche Schritte einleiten werde. Zudem wurden die Onlineseiten angeschrieben oder wie in unserem Fall angerufen und darauf hingewiesen, dass eben die Meldungen des Kuries falsch seien. Nachdem wir ein unabhängiger und vor allem objektiver Poker Blog sind, haben wir uns entschloßen, den Artikel Poker Royale Insovent vorübergehend zu entschärfen und auf den Zug nicht weiter aufzuspringen, da uns von der Geschäftsführung glaubwürdig die “wahre” Sach und Finanzlage erläutert wurde. Zudem wurde uns mitgeteilt, dass es sich um keine Zahlungsunfähigkeit handelt sondern nur um eine übersehene Rechnung. Soweit so gut. Die Frage die sich aber jetzt stellt ist folgende: Warum kann man dann auf einer offiziellen Justizseite dann eine Inventarliste einer Zwangsversteigerung begutachten, die interessanterweise die Adresse des Poker Royale Komplexes trägt? Vermutlich wurde wieder mal nur eine Rechnung übersehen.

Zur Versteigerunsinventarliste gehts hier