Joe Cada darf sich jetzt als jüngster WSOP Main Event Champion feiern lassen. Der 21 Jährige besiegte im Heads Up den Runner-up Darvin Moon. Moon hatte ja am Final table gelegentlich große Pots gewonnen, da er des Öfteren 3-Outer traf und so für Gesprächsstoff sorgte. Wäre es nach Moons Vater gegangen, so hätte er gar nicht am Main Event teilnehmen dürfen, da seiner Ansicht nach das gewonnenen Turnierticket in bares Geld gewechselt werden sollte. Darwin Moon entschied sich aber anders und der Erfolg gab ihm recht. Zwar hat es nicht ganz zum großen Glück gerreicht aber 5,2 Millionen Dollar sind ja auch keine Kleinigkeit mehr. Den Pokerolymp erreichte sein Gegenspieler Joe Cada, der jetzt um 8,5 Millionen Dollar und um das begehrte Bracelet reicher ist.
Man muss wirklich lange suchen um eine halbwegs ordentliche Berichterstattung zu finden. Daher möchten wir euch nicht die wahrscheinlich wichtigste Meldung nicht vorenthalten: Phil Ivey verließ als 7. den Final Table des Main Events. Schade, es wäre wirklich klasse gewesen einen richtigen Profi das Turnier gewinnen zu sehen.
Allen Kritikern, die immer behaupteten, dass das Main Event bei der WSOP ein reines Glückspiel sei denen konnte Phil Ivey das Gegenteil beweisen. Der Full Tilt Profi erreichte souverän die “november 9″ und hat somit die Möglichkeit, nach seinen beiden Bracelet Gewinnen auch das wertvollste aller Armbänder zu ergattern. Würde Ivey dieses Kunststück tatsächlich schaffen, so wären für alle Zeiten die Diskussionen über den Glücksspielcharakter von Poker hinfällig. Ivey bewies auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Poker nichts mit Glück zu tun hat. Wir wünschen dem Full Tilt Profi, dass er auch sein drittes Bracelet ergattern wird, denn dann hat die Pokerwelt einen inoffizielen Pokerbotschafter der als gutes Beispiel für den Skillfaktor von Poker eintreten kann.
Eine gültige Pokerweisheit besagt ja, man soll seine Hand schützen. Gemeint sind dabei aber die Holecards und bis vor wenigen Tagen hatte diese Aussage nichts mit dem Schutz menschlicher Extremitäten. Der arme Dealer, der Opfer von Thang Luu wurde, wird sich diese Regel aber aus einem anderen Grund lebenslang merken. Kurz zur Situation: Abseits der WSOP Turniere wurde auch fleißig Cashgame gespielt und auf einem dieser Tische spielte Thang Luu. Bei einem Showdown konnte der Gegner Luu’s seine offenen Karten nicht erkennen und der Dealer schob diese in die Mitte des Tisches. Luu ballte eine Faust und schlug dem Dealer mit voller Wucht auf die flache Hand und fügte so dem Casinoangestellten multiple Brüche in der Mittelhand zu. Luu lies dem Dealer und den restlichen Spielern anschließend noch wissen, dass niemand seiner Karten anfassen darf. Das war auch das letzte was Thang Luu sagen konnte, bevor er vom Sicherheitsdienst entfernt wurde und die Nacht in Gewahrsam verbrachte. Die Folgen dieser Körperverletzung sind für Luu absehbar. Neben einer ordentlichen Schmerzensgeldsumme, wird er wohl oder übel ein lebenslanges Casinoverbot erhalten, womit sich seine WSOP Zukunft erledigt haben dürfte.
Ein Razz Turnier ist nichts für schwache Nerven, schon gar nicht wenn es über etliche Tage gespielt wird. Dies musste jetzt auch der 65-jährige John Cernuto im Rio Hotel feststellen. Der dreifache Bracelet Gewinner brach während des Turniers zusammen und wurde bewußtlos. Die erste Diagnose, dass es sich um einen Herzinfarkt gehandelt haben könnte wurde zum Glück nicht bestätigt. Die Ärzte stellten bei Cernuto einen Schwächeanfall fest, der ohne weitere Schäden wieder abklingen wird. Natürlich dauerte es nicht lange, bis die Gerüchteküche zum kochen begann und so wurden Geschichten laut, dass Cernuto im Krankenhaus nicht seinen Gesundheitsstatus wissen wollte, sondern ob er denn die Hand gewonnen hat. Natürlich kann man auf solche Geschichten nichts geben und selbst wenn, Cernuto blieb über Nacht im Krankenhaus und wäre somit den sicheren Blindtod gestorben.
2 neue Champions hat die 40. WSOP aus dem Hut gezaubert. Jason Mercier gewann das Pot Limit Omaha Event und wurde dafür mit 237.462$ abgefertigt. Über eine noch viel größere Leistung darf sich aber Steve Sung freuen. Dieser ging nach 5 Tagen als Sieger des 1000$ No Limit Hold’em Turniers hervor und konnte 6011 Konkurrenten hinter sich lassen. Als Belohnung darf er nun das begehrte Bracelet tragen und 771.106 Dollar als Preisgeld mit nach Hause nehmen. Die Turniere 6, 7 und 8 sind noch nicht abgeschlossen und wir werden Euch sofort die Ergebnisse posten, sobald die jeweiligen Events beendet wurden.
In Las Vegas geht es Schlag auf Schlag und mittlerweile werden 5 Events parallel gespielt. Während beim 4, 5 und 6 Turnier der Final table mit den letzten 10 Spielern feststeht, müssen die Teilnehmer in Event 7 noch etwas schwitzen. Dort liegt die Teilnehmerzahl noch jenseits der 300 Spieler und bis zum Finale müssen noch etliche Runden gedealt werden. Dass in Event 8 nur 148 Spieler an den Start gingen, darf auch nicht wundern. Die Pokervariante Deuce to Seven Draw Lowball ist ein kleiner Exot im Pokerparadies und lockt wirklich nur leidenschaftliche Spieler bzw. altgediente Profis auf den Plan. Auch hier sind aber noch über 30 Spieler im Turnier und es ist noch ein weiter Weg bis zum Preisgeld.
Noch 2 Tage, bis das größte Pokerevent der Welt, die WSOP in Las Vegas eröffnet wird. Auch dieses Jahr sind wieder etliche deutsche und österreichische Spieler am Start und wir sind schon gespannt, wie viele Bracelets sie bei den insgesamt 57 Events einstreifen können. Zum 40-jährigen Jubiläum der WSOP wurden auch einige Änderungen durchgeführt, die gerade Spieler mit einer kleinen Bankroll bejubeln werden. Die wichtigste Änderung ist aber die Streichung aller Rebuy Turniere, da hier Spieler mit viel Geld eindeutig bevorzugt waren. Auch die gewonnenen Bracelets werden nicht mehr im Anschluß an das Turnier vergeben, sondern am nächsten Tag bei der Bracelet Zeremonie feierlich überreicht.
Allen Bloglesern, die heuer das Abenteuer WSOP 2009 wagen wünschen wir auf diesem Weg viel Erfolg und eine Menge Geld.
Im Rahmen der diesjährigen World Series of Poker hat jeder Spieler, der sich über Everest Poker qualifiziert, die Möglichkeit einen gewaltigen Bonus für sich zu gewinnen. Everest bietet seinen Spielern Vip Packages für Las Vegas, ein Zusatz-Reisebudget von $ 1.000 für eine Begleitperson und die einmalige Chance den erspielten Gewinn zu verdoppeln. Denn Everest Poker verdoppelt das gewonnene Preisgeld nochmals als Bonus. Diesen Sommer wird also Prestige, Preispool und Staraufgebot groß geschrieben – die WSOP ist der Poker-Event der Superlative. Vermögen werden gewonnen und Legenden geschaffen. Dabei zu sein, ist für Poker-Enthusiasten eine unbezahlbare Chance! Mit Everest Poker, offizieller Sponsor der WSOP, kann der Traum wahr werden.
Diese Frage wird derzeit diskutiert. Vorgeworfen wird den Rebuy Turnieren, dass sich hier nicht der bessere Spieler durchsetze, sondern der, mit der dickeren Brieftasche. Einig ist man sich in diesem Fall nicht. Die Veranstalter möchten allerdings nichts am Final Table im November ändern. Ich denke es ist ein positives Zeichen, dass das WSOP Konzept stetig verfeinert und verändert wird. Die Pokerszene ist im Wandel und da sollte die WSOP auch Schritt halten.